Optionen einer Synchronisation

Der Reiter Optionen im Dialog einer Synchronisation legt fest, wonach Quelle und Ziel verglichen werden und was in den Sonderfällen geschieht.

Dateivergleich nach

Diese drei Häkchen bestimmen, woran AutoFileSync einen Unterschied erkennt. Sie lassen sich kombinieren.

KriteriumBedeutung
Datum Die Änderungszeit entscheidet. Das ist der übliche Fall und mit Abstand der schnellste.
Größe Unterschiedliche Dateigrößen gelten als Unterschied.
Inhalt Die Dateien werden inhaltlich verglichen. Das ist genau, kostet aber Lesezeit für beide Seiten. Bei Zwei-Wege-Synchronisation entscheidet zusätzlich die Änderungszeit, welche Seite die neuere ist – ein reiner Inhaltsvergleich kann das nicht unterscheiden.
Toleranz in Sekunden Zwei Änderungszeiten, die höchstens so viele Sekunden auseinanderliegen, gelten als gleich. Das Feld ist nur bei eingeschaltetem Vergleich nach Datum aktiv, die Vorgabe ist 2 Sekunden; siehe Toleranz und Dateisysteme.

Toleranz und Dateisysteme

Beim Kopieren übernimmt AutoFileSync die Änderungszeit der Quelle, das Ziel speichert sie aber nur so genau, wie sein Dateisystem es erlaubt. Ohne Toleranz wäre die Quelle dann bei jedem Durchlauf um Bruchteile einer Sekunde neuer als ihre eigene Kopie und würde immer wieder kopiert. Die Toleranz muss mindestens so groß sein wie der gröbste Zeitschritt auf einer der beiden Seiten:

DateisystemGenauigkeit der ÄnderungszeitNötige Toleranz
ext4, Btrfs, XFS, APFSNanosekunden0 s
NTFS100 Nanosekunden1 s
exFAT10 Millisekunden1 s
HFS+, SFTP-Serverganze Sekunden1 s
FAT32, FAT16 (USB-Sticks, Speicherkarten)2 Sekunden2 s

Die Vorgabe von 2 Sekunden deckt alle genannten Fälle ab. FAT speichert die Zeit außerdem als Ortszeit: Nach einer Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit erscheinen alle Dateien um eine Stunde verschoben. Wer das vermeiden will, kann die Toleranz vorübergehend auf 3600 Sekunden stellen oder zusätzlich nach Größe vergleichen.

Die Kehrseite der Toleranz: Wird eine Datei innerhalb der Toleranz nach ihrer vorigen Änderung erneut gespeichert und lief dazwischen ein Durchlauf, fällt die zweite Änderung erst beim nächsten Speichern auf. Wer Dateien in schneller Folge bearbeitet, schaltet am besten zusätzlich Größe ein oder setzt die Toleranz auf 0, sofern beide Seiten die Zeit gleich genau speichern.

Optionen im Einzelnen

OptionWirkung
Quelle nach dem Kopieren löschen Nach erfolgreichem Kopieren wird die Quelldatei entfernt – je nach Löschmodus in den Papierkorb oder endgültig. Aus einer Synchronisation wird damit ein Verschieben. Für Quellen, die über SSH liegen, hat die Option keine Wirkung. Zusammen mit dieser Option sind Zwei-Wege-Synchronisation und Gelöschte Dateien im Ziel ebenfalls löschen gesperrt: Das eine würde die verschobenen Dateien zurückkopieren, das andere sie im Ziel wieder löschen.
Zwei-Wege-Synchronisation Auch der umgekehrte Weg wird berücksichtigt: Was nur im Ziel existiert, wird zurück in die Quelle kopiert, und ein neueres Ziel gewinnt gegen eine ältere Quelle. Zusammen mit Gelöschte Dateien im Ziel ebenfalls löschen gewinnt das Löschen – beides gleichzeitig zu setzen ist selten sinnvoll. Mit Quelle nach dem Kopieren löschen und mit Kopieren wenn Ziel neuer schließt sich die Option gegenseitig aus; die zuerst gesetzte sperrt die andere.
Kopieren wenn Ziel neuer Normalerweise überschreibt AutoFileSync keine Zieldatei, die neuer ist als die Quelle. Mit dieser Option tut es das doch. Bei eingeschalteter Zwei-Wege-Synchronisation ist die Option gesperrt, weil sie dort keinen Sinn ergibt. Ebenso gesperrt ist sie, solange weder nach Zeit noch nach Größe verglichen wird, denn nur diese Kriterien können ein neueres Ziel erkennen.
Generationenprinzip Bevor eine vorhandene Zieldatei überschrieben wird, benennt AutoFileSync sie um: aus bericht.doc wird bericht.doc.bak.1, beim nächsten Mal .bak.2 und so fort. Ältere Stände bleiben damit erhalten. Beachten Sie, dass die Sicherungen im Ziel liegen bleiben und Platz belegen – sie werden nicht automatisch aufgeräumt.
Gelöschte Dateien im Ziel ebenfalls löschen Eine Datei, die es nur noch im Ziel gibt, wird dort gelöscht – das Ziel wird also zum Spiegel der Quelle. Einzelheiten und Grenzen stehen im Abschnitt unten. Beim Typ Datei und zusammen mit Quelle nach dem Kopieren löschen ist die Option gesperrt.
Sicherungsnachweis Jeder Durchlauf, der etwas kopiert hat oder auf einen Fehler gelaufen ist, schreibt einen Eintrag in eine Nachweisdatei; siehe Sicherungsnachweis.
Leere Dateien synchronisieren Dateien der Größe 0 werden normalerweise übersprungen: Eine leere Datei ist häufiger ein abgebrochener Schreibvorgang als eine gewollt leere Datei, und sie über eine gefüllte Zieldatei zu kopieren wäre Datenverlust. Mit dieser Option werden sie mitgeführt – gedacht für Platzhalter wie .gitkeep sowie Sperr- und Markierungsdateien. Achtung: Ist die Quelldatei leer und die Zieldatei nicht, ersetzt die Synchronisation den Zielinhalt dann durch die leere Datei.
Warnung bei nicht vorhandenem Laufwerk oder SSH-Verbindung Ist Quelle oder Ziel nicht erreichbar – ein abgezogenes Laufwerk, eine nicht verbundene Freigabe, ein SSH-Server, der nicht antwortet –, wird die Synchronisation übersprungen; es wird nichts kopiert und nichts gelöscht. Das ist kein Fehler. Mit dieser Option (Voreinstellung: an) meldet „Einmal synchronisieren“ das Überspringen als Warnung, und das Protokoll enthält eine Warnung. Für eine Sicherungsplatte, die nur selten angeschlossen wird, schaltet man die Option ab: Dann wird das Fehlen nur im Protokoll vermerkt. Ausführlich: Nicht erreichbare Laufwerke und Verbindungen.
Sekunden Pause Wartezeit zwischen zwei Durchläufen bei fortlaufender Synchronisation, einstellbar von 1 bis 60 Sekunden. Kurze Pausen erkennen Änderungen schneller und belasten Datenträger und Netz stärker.

Gelöschte Dateien im Ziel ebenfalls löschen

Diese Option verdient eine genauere Beschreibung, weil sie als einzige Daten im Ziel entfernt.

Wenn die Option nicht anspringt, obwohl sie gesetzt ist, hilft Wenn etwas nicht wie erwartet passiert weiter.