Wenn etwas nicht wie erwartet passiert
Erste Anlaufstelle ist immer das Protokoll. Auf
Stufe Info steht darin, was kopiert und gelöscht wurde; auf
Debug zusätzlich, welche Datei aus welchem Grund übersprungen wurde.
Eine Datei wird nicht kopiert
- Sie ist leer. Dateien der Größe 0 werden übersprungen, solange
Leere Dateien synchronisieren nicht gesetzt ist.
Das Protokoll vermerkt „Leere Quelldatei wurde nicht kopiert“.
- Der Platzhalter passt nicht oder ein Ausschluss greift, siehe
Synchronisationen anlegen.
- Das Ziel ist neuer als die Quelle. Ohne Kopieren wenn Ziel
neuer bleibt es unangetastet.
- Quelle und Ziel gelten als gleich. Wird nur nach Datum
verglichen, fällt eine inhaltliche Änderung ohne neue Änderungszeit nicht
auf. In dem Fall zusätzlich Größe oder Inhalt
einschalten.
- Die Synchronisation ist nicht aktiv – das Häkchen Aktiv
fehlt.
- Es handelt sich um ein Unterverzeichnis, die Synchronisation ist aber
vom Typ Verzeichnis. Für Unterverzeichnisse braucht es den Typ
Verzeichnisbaum.
Dateien werden bei jedem Durchlauf erneut kopiert, obwohl sie unverändert sind
Das Ziel speichert die Änderungszeit gröber als die Quelle, etwa eine
NTFS- oder FAT-Platte als Ziel einer Linux-Festplatte. Die Kopie liegt dann
um Bruchteile einer Sekunde vor ihrem Original, und beim Vergleich nach
Datum gilt die Quelle als neuer. Die Toleranz
in Sekunden im Reiter Optionen fängt das ab; sie steht auf 0, wenn jemand
sie ausgeschaltet hat. Ein Sprung um genau eine Stunde auf allen Dateien deutet
auf FAT nach einer Zeitumstellung hin, siehe dort.
Im Ziel wird nichts gelöscht, obwohl die Option gesetzt ist
- Die Quelle ist nicht erreichbar. Ein abgezogenes Laufwerk, eine nicht
verbundene Freigabe oder ein nicht erreichbarer SSH-Server führen dazu, dass
gar nichts gelöscht wird. Das ist beabsichtigt.
- Der Typ ist Datei. Die Option gilt nur für Verzeichnis und
Verzeichnisbaum.
- Platzhalter oder Ausschluss nehmen die Datei von der Synchronisation
aus – dann wird sie auch nicht gelöscht.
- Es geht um ein Verzeichnis. Gespiegelt werden Dateien; ein in der
Quelle gelöschtes Verzeichnis bleibt im Ziel stehen.
Es wird gar nicht synchronisiert
- Läuft der Hintergrunddienst? Dienst und Programm
synchronisieren nicht gleichzeitig.
- Sind Start und Einmal synchronisieren ausgegraut, enthält die
Konfiguration keine ausführbare Synchronisation – etwa weil alle inaktiv
sind oder Quelle und Ziel fehlen.
- Wurde die Konfiguration nach der letzten Änderung
gespeichert?
- Bei Quelle oder Ziel über SSH: Antwortet die Gegenstelle? AutoFileSync
prüft das vor jedem Durchlauf und lässt die Synchronisation aus, solange
der Server nicht erreichbar ist oder die Anmeldung scheitert. Im Protokoll
steht dann „SSH-Pfad nicht erreichbar“ samt Grund.
- Der Server ist wieder da, es passiert trotzdem noch nichts. Das
Ergebnis der Erreichbarkeitsprüfung wird zwischengespeichert, damit nicht
jeder Durchlauf eine neue Verbindung aufbaut. Nach einem gescheiterten
Versuch wird frühestens nach ein paar Sekunden erneut geprüft, bei
anhaltendem Ausfall höchstens alle fünf Minuten. Es kann also bis zu fünf
Minuten dauern, bis eine wiederhergestellte Verbindung bemerkt wird.
Eine SSH-Verbindung schlägt fehl
- Authentifizierungsfehler – Benutzername oder Passwort stimmen nicht,
oder der Server erlaubt keine Anmeldung mit Passwort.
- Verbindungsfehler – Host oder Port sind nicht erreichbar.
- Host-Key hat sich geändert – der Server meldet sich mit einem anderen
Schlüssel als beim ersten Mal. AutoFileSync bricht dann ab. Ist die Änderung
erklärbar, etwa nach einer Neuinstallation des Servers, muss der alte
Eintrag aus der Datei known_hosts Ihres Benutzerprofils entfernt
werden.
- SSH-Account nicht gefunden – der Name vor dem Doppelpunkt im Pfad
gehört zu keiner angelegten Verbindung. Das passiert etwa, wenn eine
Verbindung umbenannt wurde; die betroffenen Synchronisationen zeigen dann
weiter auf den alten Namen.
In allen diesen Fällen wird die betroffene Synchronisation für diesen
Durchlauf übersprungen: Es wird weder kopiert noch gelöscht. Die übrigen
Synchronisationen laufen normal weiter.
Eine Warnung über ein fehlendes Laufwerk erscheint – oder bleibt aus
Ob eine nicht erreichbare Quelle oder ein nicht erreichbares Ziel gemeldet wird,
entscheidet je Synchronisation die Option Warnung bei nicht vorhandenem Laufwerk
oder SSH-Verbindung: eingeschaltet gibt es nach Einmal synchronisieren eine
Warnung und einen Warnungseintrag im Protokoll, ausgeschaltet nur einen Info-Eintrag.
Warnt also die eine Synchronisation und die andere nicht, obwohl beide dieselbe Platte
vermissen, steht die Option bei ihnen unterschiedlich. Alles Weitere unter
Nicht erreichbare Laufwerke und Verbindungen.
Gelöschte Dateien zurückholen
Steht der Löschmodus auf In Papierkorb
verschieben, liegen die Dateien im eingestellten Papierkorbverzeichnis, in
der Struktur ihres Herkunftsortes. Bei Endgültig löschen und bei Zielen
über SSH gibt es keine solche Kopie.
Wurde eine Zieldatei überschrieben, hilft das
Generationenprinzip – sofern es vorher eingeschaltet
war: Der vorige Stand liegt dann als .bak.1 neben der Datei.